Rosa Sala - Nubart

Dr. Rosa Sala

CEO von Nubart

Was tun, wenn Ihre Dolmetscher nicht rechtzeitig zur Veranstaltung erscheinen?

Leerer Konferenzsaal mit Simultandolmetsch-Technik – Sinnbild für das Risiko, dass Dolmetscher nicht zur Veranstaltung erscheinen.

Simultandolmetscher zu finden, ist schwierig. Für seltene Sprachkombinationen wird es zur Herausforderung. Kurzfristig passende Dolmetscher zu organisieren, ist nahezu unmöglich. Und dann kommt hinzu: Krankheit, Streiks oder Verkehrsprobleme können dazu führen, dass sie es nicht rechtzeitig zur Veranstaltung schaffen. Was KI-gestützte Live-Übersetzung in solchen Fällen leisten kann – und warum nicht jedes KI-System gleich gut als Backup geeignet ist.


Dolmetschermangel ist kein Ausnahmefall

Wer schon einmal eine mehrsprachige Konferenz organisiert hat, weiß: Simultandolmetscher zu finden – insbesondere für weniger verbreitete Sprachkombinationen – ist alles andere als einfach. Es handelt sich um hochspezialisierte Fachkräfte, die oft Monate im Voraus ausgebucht sind. Für seltene Sprachpaare wie Japanisch–Finnisch oder Arabisch–Polnisch ist der Pool an verfügbaren, qualifizierten Dolmetschern tatsächlich sehr klein.

Das ist kein neues Problem, aber es verschärft sich zunehmend. Die Nachfrage nach mehrsprachigen Veranstaltungen wächst weiter – getrieben durch Globalisierung und hybride Formate, die internationale Referenten und Teilnehmer leichter zusammenbringen. Viele Veranstalter berichten, dass es immer schwieriger wird, Dolmetscher zu finden, insbesondere für seltene Sprachkombinationen. Das Ergebnis: Die Organisation der Verdolmetschung beginnt oft Monate vor dem Veranstaltungstermin und bleibt trotzdem mit Risiken verbunden.

Seltene Sprachkombinationen werden fast immer über sogenanntes Relais-Dolmetschen umgesetzt: Eine Kabine dolmetscht beispielsweise aus dem Finnischen ins Englische, eine zweite übernimmt dieses Signal und übersetzt daraus in die Zielsprache. Da Simultandolmetscher grundsätzlich im Team arbeiten – sie wechseln sich alle 15 bis 30 Minuten ab, um die hohe kognitive Belastung auszugleichen – bedeutet ein Relais-Setup nicht die Koordination von zwei Personen, sondern von zwei kompletten Teams. Das ist professionelle Standardpraxis, erhöht aber das Risiko erheblich: Fällt in einer der beiden Kabinen auch nur eine Person aus, kann die gesamte Sprachkette zusammenbrechen.

Auch das Reiserisiko hat sich in den letzten Jahren verändert. Viele Simultandolmetscher arbeiten heute remote – von zu Hause oder aus einem Studio – und speisen ihre Verdolmetschung direkt in das Audiosystem der Veranstaltung ein. Dieses Modell des Remote Simultaneous Interpretation (RSI) vermeidet Flug- und Hotelorganisation. Gleichzeitig entsteht jedoch eine andere Art von Fragilität: Ein lokaler Internetausfall beim Dolmetscher, ein Routerdefekt oder ein plötzlicher Stromausfall können die Übertragung genauso abrupt unterbrechen wie früher ein verpasster Anschlussflug am Flughafen. Der Single Point of Failure hat sich vom Abflug-Gate zum heimischen WLAN-Router verlagert.

Wenn etwas schiefläuft: Das reale Risiko für Ihre Veranstaltung

Ein Flughafenstreik. Ein Monsun. Ein Unfall. Eine plötzliche Erkrankung am Vorabend... Oder einfach ein Dolmetscher, der sich in den Gängen der UNO verirrt. Das sind keine exotischen Ausnahmefälle. Sie passieren tatsächlich. Und wenn sie eintreten, stehen Veranstalter vor einer Situation, auf die sich selbst mit bester Planung kaum jemand vollständig vorbereiten kann: Die Veranstaltung beginnt in wenigen Stunden, das Publikum erwartet mehrsprachigen Zugang – und der Dolmetscher fehlt.

Ein aktueller Fall aus Japan zeigt das Problem sehr deutlich. Ein Veranstalter hatte bereits menschliche Dolmetscher für eine große Konferenz gebucht, machte sich jedoch Sorgen darüber, was passieren würde, falls deren Anreise gestört würde. Deshalb suchte er nach einem KI-Übersetzungssystem als Fallback-Lösung – etwas, das nur aktiviert werden müsste, wenn die Dolmetscher nicht rechtzeitig eintreffen. Als er bei einem Anbieter für KI-Dolmetschen ein Angebot anfragte, erhielt er die Auskunft, dass deren Service Personal vor Ort für die Einrichtung erfordere. Allein die damit verbundenen Kosten und der organisatorische Aufwand machten die Lösung als Backup unpraktikabel. Im Grunde hätte er den vollen Preis eines Primärsystems zahlen müssen – nur für ein Sicherheitsnetz, das hoffentlich niemals gebraucht würde.

Genau darin liegt das versteckte Problem solcher Backup-Szenarien: Die Versicherung darf nicht genauso viel kosten wie das, was sie absichern soll.

Kann KI-Dolmetschen wirklich als Backup dienen?

Ja. KI-gestütztes Simultandolmetschen hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Die Qualität entspricht zwar nicht vollständig der eines erfahrenen menschlichen Dolmetschers, der in seinem Fachgebiet arbeitet, aber sie ist professionell, in Echtzeit verfügbar und oft mehr als ausreichend, damit ein mehrsprachiges Publikum der Veranstaltung folgen kann, statt sie schweigend über sich ergehen zu lassen. Genau das muss ein Backup leisten.

Eine praktische Prüfung sollte allerdings frühzeitig erfolgen: Noch nicht alle Sprachen werden von KI-Live-Dolmetschsystemen unterstützt. Nubart TRANSLATE unterstützt derzeit 33 Sprachen, und die Liste wächst kontinuierlich mit der Weiterentwicklung der zugrunde liegenden Technologie. Für die meisten gängigen Konferenzsprachen ist das selten ein Problem. Wenn Ihre Veranstaltung jedoch eine Minderheitensprache umfasst, sollten Sie die Verfügbarkeit unbedingt vorab prüfen, bevor Sie sich im Ernstfall darauf verlassen.

Wenn Sie vor der Veranstaltung Kontextmaterialien wie Agenda, Rednernotizen oder technische Unterlagen bereitstellen können, lässt sich die KI besser auf Ihr spezifisches Vokabular abstimmen. Das entscheidet jedoch eher über „gut“ oder „sehr gut“ – nicht darüber, ob das System überhaupt funktioniert. Im Notfall aktivieren Sie es, und es ist sofort einsatzbereit.

Das Onboarding-Problem: Warum viele KI-Tools dafür nicht ausgelegt sind

Genau hier zeigt sich bei vielen Produkten in diesem Bereich eine wesentliche Einschränkung für den Einsatz als Backup-Lösung.

Mehrere etablierte Anbieter haben ihre Produkte als Managed Service aufgebaut. Für jede Veranstaltung wird ein Projektmanager zugewiesen. Techniker begleiten die Einrichtung und überwachen die Sitzung – entweder vor Ort oder remote. Hinzu kommen Onboarding-Prozesse mit Plattform-Einführungen, technischen Tests und Follow-up-Calls. Für mehrtägige Kongresse mit komplexer AV-Technik ist dieser Full-Service-Ansatz genau das, was viele Veranstalter wünschen und benötigen.

Für den Backup-Anwendungsfall ist er jedoch wirtschaftlich nur schwer zu rechtfertigen.

Wenn die Buchung eines KI-Dolmetschsystems bedeutet, zunächst ein Onboarding durchlaufen zu müssen, auf die Zuweisung eines Projektmanagers zu warten, eine Einrichtungsgebühr zu zahlen und einen Remote-Techniker einzuplanen, der sich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn zuschaltet, dann eignet sich dieses System praktisch nicht mehr als Notfalllösung. Sie kaufen kein Backup – Sie buchen faktisch einen zweiten Primärservice mit eigener Vorlaufzeit, eigenem Personalaufwand und eigenen Kosten.

Manche Anbieter berechnen zusätzlich zur eigentlichen Servicegebühr noch Implementierungs- oder Onboarding-Kosten. Andere setzen direkt ein Jahresabonnement voraus, sodass selbst ein einmaliger Einsatz nicht ohne Weiteres möglich ist. Für den jeweiligen Zielmarkt ist das keineswegs unvernünftig. Mit der Idee eines Standby-Systems, das nur bei Bedarf aktiviert wird, ist es jedoch kaum vereinbar.

Ein anderer Ansatz: Heute testen, heute Abend einsetzen

Nubart TRANSLATE verfolgt einen anderen Ansatz. Keine Hardware. Kein Techniker vor Ort. Kein Projektmanager, der Ihrer Veranstaltung zugeteilt wird. Der Sprecher nutzt einfach einen Browser auf einem beliebigen Gerät und meldet sich mit seinen Zugangsdaten an. Das Publikum scannt einen QR-Code mit dem Smartphone. Mehr Setup ist nicht nötig.

Die kostenlose Testversion ist keine Demo-Umgebung, sondern das echte System. Der QR-Code und der Sprecher-Login, die Sie im Test verwenden, sind dieselben, die Sie später bei einer Bestellung nutzen. Sie können den QR-Code im Voraus drucken. Es gibt keine Neukonfiguration, keine neue Session und nichts, was neu installiert werden müsste. Praktisch bedeutet das: Die Konfiguration, die Sie testen, ist genau diejenige, die Sie am Veranstaltungstag verwenden. Es gibt nichts Neues zu lernen oder neu einzurichten.

Die Preisgestaltung erfolgt Pay-as-you-go pro Veranstaltungstag. Kein Jahresabo erforderlich. Keine Einrichtungsgebühr. Nach Ablauf der 7-tägigen Stornierungsfrist fällt die Gebühr unabhängig davon an, ob das System während der Veranstaltung tatsächlich aktiviert wurde. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass der Service für Sie eingerichtet und reserviert wurde – und ermöglicht Ihnen gleichzeitig eine verlässliche Kalkulation ohne Überraschungen.

In der Praxis ist die robusteste Lösung meist eine Kombination aus beiden Ansätzen: menschliche Dolmetscher als primärer Kanal und KI-Dolmetschen als Backup für zusätzliche Sprachkombinationen oder für den Fall, dass der Hauptkanal ausfällt. Genau dieses Szenario hatte der japanische Veranstalter im Sinn: Testzugang anfordern, Sprachkombination prüfen, buchen und anschließend einfach bereithalten. Wenn die Dolmetscher sicher ankommen, läuft die Veranstaltung wie geplant. Wenn nicht, steht das Backup bereit und kann ohne zusätzliche Beteiligte sofort aktiviert werden.

Wie man sinnvoll dafür plant

Wenn Sie eine Veranstaltung organisieren, die auf menschliche Dolmetscher angewiesen ist – insbesondere bei seltenen Sprachkombinationen oder internationalen Reisen –, empfiehlt sich ein pragmatischer Ansatz zur Absicherung.

Fordern Sie die Nubart-TRANSLATE-Testversion rechtzeitig vor der Veranstaltung an. Nutzen Sie die kostenlosen 30 Minuten, um genau die Sprachkombination zu testen, die Sie benötigen. Prüfen Sie, ob das Audio-Setup in Ihrer Location oder mit Ihrer Mikrofonkonfiguration funktioniert. Wenn das Ergebnis Ihren Erwartungen entspricht, finden Sie den Bestellbutton direkt im Link zur Testversion. Geben Sie die Bestellung möglichst sofort auf und stellen Sie – sofern verfügbar – Ihre Veranstaltungsunterlagen bereit: Agenda, Sprecher-Biografien, Themenzusammenfassungen. Dadurch erhält die KI den nötigen Kontext, um optimal vorbereitet zu sein. Falls die Unterlagen noch nicht vorliegen, können Sie sie jederzeit im Kundenbereich unter „Assets“ hochladen: Unser Team erhält automatisch eine Benachrichtigung und bereitet die Materialien innerhalb von weniger als 24 Stunden für Ihre Veranstaltung auf.

Danach können Sie das System einfach bereithalten. Wahrscheinlich werden Sie es nicht brauchen. Falls doch, ist bereits alles eingerichtet: Der QR-Code ist gedruckt oder bereit zum Teilen, und die Sprecher wissen bereits, wie sie sich anmelden. Die Aktivierung am Veranstaltungstag dauert nur wenige Minuten.

Der Mangel an Dolmetschern ist real. Reiseunterbrechungen sind unvorhersehbar. Eine Backup-Lösung in die Veranstaltungsplanung einzubauen, ist keine übertriebene Vorsicht, sondern professionelle Vorbereitung im Sinne Ihres internationalen Publikums. In der IT und im professionellen Eventmanagement spricht man in diesem Zusammenhang von Redundanz, Failover oder Business Continuity – also davon, sicherzustellen, dass ein kritischer Dienst verfügbar bleibt, wenn eine Komponente ausfällt. Genau dieselbe Logik gilt auch für das Dolmetschen.